Anony­me Akten­ein­sicht im Patentnichtigkeitsverfahren

Ein Antrag auf Ein­sicht in die Akten eines Patent­nich­tig­keits­ver­fah­rens bedarf nach § 99 Abs. 3 Satz 1 in Ver­bin­dung mit § 31 Abs. 1 Satz 2 PatG weder der Benen­nung des Auf­trag­ge­bers des die Akten­ein­sicht begeh­ren­den Anwalts noch der Dar­le­gung eines berech­tig­ten Inter­es­ses [1].

Anony­me Akten­ein­sicht im Patentnichtigkeitsverfahren

Die Not­wen­dig­keit einer sol­chen Dar­le­gung besteht nach § 99 Abs. 3 Satz 3 PatG nur dann, wenn der Patent­in­ha­ber oder der die­sem im Hin­blick auf die Akten­ein­sicht gleich zu behan­deln­de Nich­tig­keits­klä­ger [2] ein ent­ge­gen­ste­hen­des schutz­wür­di­ges Inter­es­se dar­legt; erst nach einer sol­chen Dar­le­gung bedarf es einer Abwä­gung der Inter­es­sen der Betei­lig­ten [3].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Novem­ber 2014 – X ZR 28/​13

  1. BGH, Beschluss vom 17.10.2000 – X ZR 4/​00, GRUR 2001, 143 Akten­ein­sicht XV; st. Rspr.[]
  2. vgl. dazu BGH, Beschluss vom 16.12 1971 – X ZA 1/​69, GRUR 1972, 441, 442 Akten­ein­sicht IX[]
  3. BGH, Beschluss vom 16.12 1971, aaO[]